Einblick
- Diese Seite wirft einen Blick zurück auf das Projekt «Kinder in Bewegung / Bewegter Kindergarten» im Schuljahr 2007/2008
- Ein ausführlicherer Text ist im Online-Handbuch Kindergartenpädagogik.de erschienen.
- Noch ausführlicher ist das Projekt im Buch «Kinder in Bewegung» dokumentiert.
Kinder wollen sich bewegen
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Kinder haben genügend eigene Bewegungsimpulse für eine gesunde Entwicklung -wenn man sie nur lässt. Ungeeignete Materialien, falsche Verbote, und ablenkende Tätigkeiten verhindern aber nur allzu oft die freie Entfaltung der Bewegungslust. Hier setzen die bewegten Kindergärten an: Sie richten die Innen- und Aussenräume bewegungsfreundlich ein, sie schaffen vielseitig einsetzbare Materialen an wie zum Beispiel Bockleitern, Bretter, Kisten oder Lastwagenschläuche, sie lassen das kreative Chaos zu, das beim Bewegungsspiel der Kinder vielfach entsteht, und sie nutzen Ausflüge in den Wald, um Spiel-, Bewegungs- und Entdeckungsmöglichkeiten um ein Vielfaches zu erweitern. Bewegungsmuffel kommen in Bewegung Die Eigeninitiative und der Ideenreichtum der Kinder sichert nicht nur Spass an der Sache und ein angemessenes Anspruchsniveau. Sie gibt den Lehrpersonen auch Raum, um sich um die Kinder mit speziellen Bedürfnissen zu kümmern: um Kinder, die unruhig, ungeschickt oder im Bewegungsverhalten gehemmt sind. Die vermehrte Zuwendung eröffnet auch diesen Kindern einen eigenen Zugang zum Klettern, Rutschen, Purzeln und Springen. Wenn Bewegung im Spiel versteckt ist, kommen auch Bewegungsmuffel in Bewegung. Konkrete Bewegungsförderung im Alltag 41 Kindergärten und eine Schulklasse - vorwiegend aus dem Kanton Aargau - haben im Schuljahr 2007/08 am Projekt «Bewegter Kindergarten» der Pädagogischen Hochschule FHNW mitgemacht. Theoretisch und praktisch haben sie sich mit der Bewegungsentwicklung von Kindern, mit Bewegungsförderung und den Chancen der Bewegung für die gesamte schulische Laufbahn beschäftigt. Sie haben neues Material für ihren Kindergarten angeschafft und anderes entsorgt, sie haben eigene Ideen erprobt und jenen der Kinder vermehrt Raum gelassen und damit die Bewegung in ihren Kindergärten ganz konkret gefördert. Zu kurz kam dabei auch nicht ein weiteres Anliegen der Gesundheitsförderung: auch gesunde Znünis gehörten zum Projekt. Begeisterung, die ansteckt Das Resultat nach dieser ersten Projektdurchführung darf sich sehen lassen: Keine Teilnehmerin, die nicht von eindrücklichen Erlebnissen im Laufe dieses Schuljahres, von begeisterten Kindern und staunenden Eltern zu berichten wüsste. Für den Kindergarten Grüebli in Rothrist haben die Väter zum Beispiel einen eigenen Waldplatz hergerichtet. Im Kindergarten Vogtsmatte in Laufenburg hat sich die Bewegungsecke in den ganzen Kindergartenraum ausgedehnt, und Tische für ruhigere Spiele finden nun locker in der ehemaligen Bewegungsecke Platz. Oder die Kinder aus Merenschwand erhalten immer wieder Besuch von älteren Schülerinnen und Schülern, die ebenfalls mit dem tollen Material im Garten des Kindergartens spielen wollen. Bewegte Schule In der Schule kommt Bewegung vor allem als didaktisches Mittel und zur Konzentrationssteigerung zum Einsatz. Sie erfüllt damit einen anderen Zweck als im Kindergarten. Aber auch im Schulzimmer lohnen sich Formen, die den offenen Bewegungssettings im Kindergarten recht nahe kommen. |
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| Eine Garderobe ist im Nu zum Bewegungsparadies umfunktioniert. |
Was anderswo im Abfall landet, wird von Kindern als Trampolin entdeckt. Nebenbei lernen sie auch noch, sich zu helfen. |
Auf Bäume zu klettern, ist in Bewegten Kindergärten erlaubt. Die Kinder lernen rasch, mit den Risiken umzugehen. |
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Die Kinder bauen aus Leitern, |
Vielseitig einsetzbare Materialien fördern die Entdeckungslust und Kreativität: Rohre lassen sich nicht nur einbuddeln, sie dienen auch zum Balancieren oder drüber Springen, als Telefon oder Kugelbahn. |
Der Wald bietet eine Unmenge an |